Die 22. IGHL-Brauchtumsveranstaltung
bot in Kombination mit den Deutschen Meisterschaften im Leistungspflügen mehr als
13.000 Besuchern ein einzigartiges Schauspiel bei strahlender Sonne. Dass die
IGHLer auch bei ihrer 22. Veranstaltung es nicht an Highlights historischer
Landtechnik und ländlichen Brauchtums fehlen lassen, hatten die Besucher
traditionsgemäß erwartet. Der Idee den Bundesentscheid im Leistungspflügen
(amtliche Bezeichnung der Deutschen Meisterschaft) mit der
Traditionsveranstaltung der IGHL e.V. zusammenzulegen war sicherlich genial.
Tausende von Besuchern genossen den Anblick einer Vielzahl von Vorführungen
historischer und den parallelen Wettbewerb im Pflügen mit modernster
Landtechnik. Eine große Anzahl kulinarischer Stände aus der ländlichen Küche,
bäuerliche Selbstvermarkter und Teilehändler umrahmten das Areal. Vertreter aus
den Bundesländern waren mit ihren besten Pflügern vertreten. Traktoren mit
ihren Pflügen wurden mit Tiefladern aus allen Teilen der Republik zum
Baiersröderhof geschafft. Seit Tagen wurden schon auf den umliegenden Feldern
geübt. Neuer Deutscher Meister in der Kategorie „Beetpflügen“ ist Sebastian
Körkel aus Baden-Württemberg. Deutscher Meister in der Kategorie „Drehpflügen“
ist Sebastian Murkoswki aus Rheinland-Pfalz. Beide nehmen an den nächsten
Weltmeisterschaften im Pflügen teil. Ausgerichtet wurde das Leistungspflügen
vom Hessischen Landwirtschaftsministerium. Dies ermöglichte der IGHL erstmals
und ausnahmsweise auf die Erhebung eines Eintrittsgeldes für die Veranstaltung
zu verzichten. Natürlich wurde dies von den tausenden Besuchern aus dem
Rhein-Main-Gebiet gerne angenommen. Auch die Platzaufteilung wurde erstmals
seit 20 Jahren geändert. Die Gesamtveranstaltung benötigte deutlich mehr
Fläche. Eine neue Halle konnte für die Musikpräsentationen und den Tanz auf der
Tenne genutzt werden. Natürlich boten die IGHLer auch ihr seit zwei Jahrzehnten
erprobtes Programm auf, wie das Pflügen mit Pferden, das Arbeiten an der
Feldschmiede, der große Dreschplatz, die Holzverarbeitung mit einer
Bulldog-betriebenen Langholzsäge und vieles mehr. Mehr als 400 Oldtimertraktoren
und eine große Zahl historischer Ernte- und Bodenbearbeitungsmaschinen wurden
ausgestellt und teilweise vorgeführt. Viele Schilder und Tafeln informierten
über die Historie der Technik. Die IGHL e.V. mit rund 200 Mitgliedern musste
hier Familienmitglieder und Freunde des Vereins aktivieren um den Gesamtaufwand
personell zu stemmen. Aber am Ende waren alle Beteiligten und natürlich die
Besucher hoch zufrieden und erfreut über eine rundum gelungene
Großveranstaltung.