Am Sonntag war die Welt
wieder in Ordnung!
Nach einem verregneten Samstag und dementsprechende geringeren
Besucherzahlen (hälfte vom Vorjahr) und einer
"Schlammschlacht" auf dem Treckerfeld, konnte die IGHL am Sonntag wieder
ein volles Haus verbuchen.
Über 12.000 Besucher sahen an beiden Tagen die Vorführungen der
Interessengemeinschaft Historische Landmaschinen Wetterau / Main-Kinzig
e.V. auf der Hessischen Staatsdomäne Baiersröderhof.
Schwerpunkt der 16. Veranstaltung dieser Art war, wie in den Vorjahren, die Darstellung
ländlichen Brauchtums, Handwerk und Technik. Neben über 450 historischer
Landmaschinen und ca. 100 weiteren Oldtimern, konnte den Vorführungen eines
Seilers, eines Korbflechters, eines Rechenmachers, eines Wagners und Schmieds
gefolgt werden. Auf dem Dreschplatz dampfte und zischte es durch die per
Dampftraktor angetriebene Dreschmaschine. Ein Holzspalter wurde via Riemen von
einem Lokomobil bewegt und spaltete Baumstämme wie Butterscheiben. Ein anderer Lanz-Bulldog setzte eine Gattersäge in Bewegung die aus
ganzen Holzstämmen letztlich Dachlatten produzierte.
Die Anzahl der Sammlerfreunde, die aus dem gesamten Bundesgebiet
und dem benachbarten Ausland mit ihren Sammlerstücken anreisen, wird jedes Jahr
größer.
Das besondere Highlight der diesjährigen Veranstaltung war die
Durchführung der Hessischen Meisterschaften im Pferdepflügen. Veranstalter
innerhalb der IGHL-Veranstaltung war hier die
IG-Zugpferde (www.ig-zugpferde.de) . Das Wettpflügen mit acht Teilnehmern aus Hessen und
Niedersachsen fand aufgrund des Regens am Samstag unter erschwerten Bedingungen
statt. Den Titel des Landesmeisters erlangte Friedhelm Stöhr
aus Gemünden unter dem Beifall zahlreicher Zuschauer.
Bereits Tradition haben die Hütevorführungen von Schafen und Enten
mit englischen Border-Collies. Familien mit Kindern
nahmen das Angebot für Traktorrundfahrten, den Strohspielplatz, den
Streichelzoo oder das Basteln und Spielen mit Kindern unter Aufsicht gerne an.
Das musikalische Rahmenprogramm führte am Samstag über den Posaunenchor aus Ostheim
bis zu der Countryband Lousiana
aus Gernsheim. Trotz anhaltendem Regen wurde am Samstag Abend
im Schafstall zünftig gefeiert und getanzt.
Am Sonntag eröffnete das Blasorchester Nidderau
den Reigen. Von 10.00 bis 14.00 boten sie vom Big-Band-Sound bis zur
klassischen Blaskapelle ein vielfältiges Programm an. Auch die Jagdhornbläser aus Hanaugaben ein
Ständchen.
Kulinarisch wurde allerlei Ländliches aufgeboten. Vom Handkäs, über Schmand, Kartoffeln
mit Quark und selbstgebackenem Brot wurde alles aufgeboten. Zwei Bier und ein
Apfelweingarten waren gut gefüllt. Im Schafstall konnte man am Sonntag den selbstgebackenen
Kuchen der IGHL-Frauen genießen.
Am Sonntag versöhnte das gute Wetter alle Teilnehmer und sorgten
für ein volles Haus.
Natürlich fand sich - wie in jedem Jahr – allerlei Politprominenz
ein, begrüßte den Veranstalter und berichtete über die Sorgen und Nöte der
Landwirtschaft.
Am Ende des Sonntags war für alle die IGHLer die Welt
wieder in Ordnung. Die Veranstaltung und insbesondere der hohe Zuspruch der Besucher
vertrieb den Verdruß über
den doch sehr hohen Arbeitseinsatz der IGHLer. Letztlich
ist man immer auch glücklich darüber das es zu
keinerlei Unfällen gekommen ist.