IGHL Fahrt am
27. / 28. 9.1997
zum Freilichtmuseum
Hessenpark
Bericht von Dieter
P. Gonze mit tatkräftiger Unterstützung von Klaus Keuchler!
Nachdem wir vor 2 Jahren die Veranstaltung zum Erntedankfest im Hessenpark besuchten, erhielten wir erneut eine Einladung für das Wochenende 27./28. 9.1997.
Diesmal nicht zum Erntedanktermin, sondern eine Woche vorher. Das Freilichtmuseum Hessenpark erfreut sich zum Erntedanktermin ohnehin eines starken Besucheransturms, so daß hier das zusätzliche Ausstellungsangebot der IGHL zum einen evtl. „untergeht“ und zum anderen die „Aufnahmekapazitäten“ sprengt.
Unter dem Motto „Treckertreff“ wurde eingeladen. Die Organisation für den Verein übernahm Klaus Keuchler. Das Freilichtmuseum gewährte als Dank für die entstehenden Aufwendungen freie Verpflegung für ca. 20 Teilnehmer und Unterkunft für ca. 6 Personen und eine Spende an den Verein.
Für alle die Leser, für das Freilicht Museum Hessenpark kein Begriff ist, hier einige Informationen: Das Freilichtmuseum befindet sich in Neu Anspach im Taunus und hat in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober täglich von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Seit 1974 entsteht dort ein Abbild des ländlichen Hessens vergangener Zeiten. Über 80 Gebäude aus sechs Jahrhunderten demonstrieren anschaulich wie die Menschen im Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen früher gelebt haben. Die Gebäude wurden an ihrem Entstehungsort abgebaut und im Hessenpark fachgerecht wieder aufgebaut. Nicht nur die Gebäudeform, sondern auch die Einrichtung, das Handwerk und der Handel aus der damaligen Zeit werden präsentiert. So findet der Besucher einen Krämerladen aus den 50iger Jahren, eine Malerwerkstatt, eine Färberei, eine Brauerei und vieles mehr. Auf dem weiträumigen Gelände wird dem Besucher anschaulich vermittelt, wie sich das ländliche Alltagsleben früher abspielte. Ein Besuch lohnt sich allemal (Tel. 06081/5880)!
Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ starteten am Samstag ca. 18 Oldtimer-Traktoren aus unterschiedlichsten Richtungen mit dem Ziel Hessenpark. Sepp Fischer hat in seinem Domizil in Massenheim zu einem Zwischenstop mit Frühstück eingeladen. Ganz klar, daß der größte Teil der „Sternfahrer“ zunächst Massenheim ansteuerte. Um 9.00 Uhr startete ein größere Gruppe in Roßdorf, Treckerstützpunkt Klaus Keuchler. Die Familie Hänel mit ihrem Fahr, mein Freund Wilfried mit Lanz 1616, ich mit Hanomag R 40 und alle natürlich mit Kindern, starteten etwa um die gleiche Zeit in Ostheim. Die Strecke verlief über Heldenbergen, Büdesheim Richtung Bad Vilbel. In der Höhe von Niederdorfelden verfehlten wir nur knapp die Gruppe um Klaus Keuchler mit ca. 7 Oldtimern. Alle zusammen trafen wir uns dann bei Sepp Fischer. Die Familie Fischer, insbesondere Brunhilde Fischer, hatte keine Mühen gescheut, uns mit einem zünftigen Frühstück zu versorgen. Nochmals besten Dank hierfür.
Nur schwer konnten wir uns dort gegen 11 Uhr loseisen. Um diese Zeit wollten wir eigentlich bereits im Hessenpark sein. Bei Sepp hatten sich auch die anderen Sternfahrer wie Theo Waltz mit Lanz und Anhänger, Ewald Thomas mit Freundin und beide mit Lanz Glühkopf, Heinrich Bohländer mit Hanomag u.a. eingefunden.
Wir starteten zwangsläufig in mehreren Gruppen und fuhren ordnungsgemäß in offener Kolonne. Klaus Keuchler und ich fuhren als letzte mit unseren „schnellen Exponaten“. Nachdem wir am Lanz von Klaus noch schnell den Kotflügel abmontieren mußten, verloren wir den Anschluß an die Gruppe. Dennoch trafen wir dann den gesamten Treck noch kurz vorm Köpperner Tal. Irgendwie hatten wir einen kürzeren Weg gewählt und alle überholt.
Wir ließen alle an uns vorbeipassieren. Ewald und seine Freundin hielten mit ihren Schleppern bei uns an, um schnell eine kleine Reparatur an einem Lanz durchzuführen.
Gegen 12.30 Uhr erreichten wir, nach über 40km Anfahrt, alle unversehrt das Freilichtmuseum Hessenpark. Mein Freund Roland, der per Motorrad anreiste. hatte bereits für die Öffnung des Seitentores und die Einweisung der Ankömmlinge gesorgt.
Einige einzelne Mitglieder hatten sich bereits vorher eingefunden, so daß wir letztlich mit ca. 18 Fahrzeugen im Museum vertreten waren. Zwischen 15 - 20 Fahrzeuge hatten wir zugesagt und dies hat - wie immer - ohne großem Aufwand funktioniert. Schlepper aus allen Zeitepochen waren zu sehen. Heinrich Filz brachte seine selbstfahrende Säge aus den 30er Jahren mit. Der Samstag verlief gemütlich ohne übermäßig starken Besucherandrang. So wurden wir von der Museumsleitung aufgefordert doch auch die Wege mit unseren Exponaten zu befahren und für „etwas Leben“ zu sorgen. Dies ließen wir uns nicht zweimal sagen und so verwandelten wir für die nächsten 2 Tage den Hessenpark in einen Oldtimerparcours. Die Versorgung funktionierte prima und wir erlebten einen angenehmen Samstag bei herrlichem Wetter. Viele Oldtimerfreunde fuhren am Spätnachmittag per Pkw nach Hause bzw. wurden von ihren Familien abgeholt. Die Fahrzeuge blieben im Hessenpark. Ein harter Kern (Sepp Fischer, Heinrich Bohländer, Ewald Thomas, Eberhardt Schättler, Klaus Färber u.a.) um Klaus Keuchler jedoch nutzte das Übernachtungsangebot und stellte sich auf einen zünftigen Samstagabend ein.
Mit Einbruch der Dunkelheit kühlte es merklich ab und der Schlepperstellplatz war doch einige hundert Meter von der Übernachtungsstätte entfernt. So wurde der Anhänger von Theo Waltz an den Hanomag R 16 von Klaus´ Lebensgefährtin Ute angehängt und es begann eine Odyssee bei Nacht durch den Hessenpark. Die Weiträumigkeit des Geländes wurde doch unterschätzt. Es wurden neue Plätze und Gelände entdeckt, aber auch mehrmals die gleiche Kirche und die Ziegen passiert. Letztlich erreichte man doch das gewünschte Ziel. Die Übernachtungsstätte bestand aus komfortablen Zimmern in einem Gebäude aus dem Jahre 1748. Das Haus war im Stil der 50iger Jahre eingerichtet und verfügte über allen gewünschten Komfort. Eberhardt Schättler hatte noch „schnell“ durch persönlichen Einsatz die ein oder andere „Versorgungslücke“ geschlossen. So verbrachten unsere Freunde einen gemütlichen Samstagabend.
Am Sonntagmorgen reisten meine Familie und ich per Pkw an. Es war sofort zu erkennen, daß heute mit starkem Besucherandrang zu rechnen war. Die Sonne strahlte und lud das interessierte Publikum aus nah und fern ein. Es war ein toller Tag. Auf allen Wegen des herrlichen Hessenparksgeländes blubberten die Traktoren. Viele Besucher fuhren spontan einfach mit. Theo Waltz der seinen Anhänger dabei hatte, fuhr nahezu ohne Pause Kinder und ganze Familien auf dem Gelände spazieren.
Gegen 16.00 Uhr begann der große Aufbruch. Unter dem Winken der Besucher fuhren wir Richtung Heimat. Dies nicht, ohne den Sonntagsnachmittagsverkehr im Taunus streckenweise zum Erliegen zu bringen.
Es war ein unvergeßliches Wochenende das allen viele Freude bereitete und sich sicherlich zu Wiederholung anbietet.
Hierfür besten Dank an den Veranstalter.
Euer Dieter