IGHL Ausfahrt am 1. 5.1997

Erlebnisbericht von Dieter P. Gonze

 

Organisator war Klaus Keuchler mit tatkräftiger Unterstützung von Gerhard Färber, Eberhardt Schättler und natürlich den leidgeprüften Ehefrauen.

 

Auf dem Stammtisch vor der Ausfahrt wurde die Fahrroute und das Rahmenprogramm noch als „Geheimnis“ streng gehütet. So geheim, daß letztlich noch keiner wußte „wo es lang geht“.

 

Treffpunkt war das Vereinsdomizil „Baiersröder-Hof“ um 10.00 Uhr. Meine Familie und ich starteten rechtzeitig mit Hanomag R 40 und landwirtschaftlichem Anhänger.

Auf dem Baiersröder-Hof erwarteten uns bereits viele Vereinsfreunde. U.a. Karl Dreyer mit MB-Trac und fahrbarer Holzsäge, Sepp Fischer mit dem roten und chromblitzendem MF-Renn-Schlepper, Ewald Thomas mit seinem 35èr Lanz, Gerhard Färber mit seinem Porsche, Klaus Keuchler mit Lanz 2206 und Proviantanhänger, Peter Hänel (der noch mit Mitglied werden muß) mit seinem Fahr, Josef Tschischka und Rudi Keller auf dem edlen Promenier-Hanomag, Heinrich Bohländer mit Lanz 2816 und noch einige andere Vereinsfreunde. Ewald hatte auch noch einen Gast mit einem Porsche-Schlepper aus Büdesheim mitgebracht. Dies zu erwähnen ist wichtig, weil dieser ungewollt im Verlaufe unserer Ausfahrt zu einer unterhaltsamen Einlage beitrug.

 

Nach herzlicher gegenseitiger Begrüßung und Belobigung der Nachzügler, starteten wir mit ca. 14 Fahrzeugen vom Baiersröder-Hof in Richtung Hammersbach-Marköbel. Es wurde professionell in offener Kolonne gefahren, so daß überholende Fahrzeug bei Bedarf einscheren konnten.

 

Das Wetter konnte besser nicht sein. Sonne bei wolkenlosen Himmel. Über die genaue Fahrtstrecke waren nur einige Eingeweihte informiert (Gerhard Färber und Eberhardt Schättler waren sogar einen Tag vorher die Strecke abgefahren). Zu diesen Auserlesenen gehörten Sepp Fischer und Ewald Thomas nicht. Denn diese haben wir bereits in Hammersbach-Marköbel verloren. Wird eine Fahrzeuglänge von 4 - 10 Metern und ein Abstand von ca. 40m unterstellt, so war unsere Kolonne ca. 700m  lang. Von Marköbel fuhren wir über Langenbergheim, Eckhardtshausen bis zum Fuße der Ronneburg. Dort an einem schönen Seitenparkplatz (Diebach am Haag)  haben wir uns dann alle (bis auf Ewald und Sepp) wieder getroffen.

Die perfekten Organisatoren hatten für ein erstklassiges Frühstück bestehend aus deftiger Wurst, Kuchen, Kaffee und aller Art von Getränken gesorgt. So vergnügten wir uns an diesem Platz, genossen die Natur und sprachen über vielerlei sinniges und unsinniges. Der Vater von unserem David, Peter Hänel war als einziger in Sorge, denn sein Sohn fuhr mit dem verlorenen Ewald.

 

Nach vielen Mutmaßungen über die Strecke die wohl von Ewald und Sepp gewählt wurde, haben wir gemeinsam die Fahrt fortgesetzt. Nach einem kurzen Stück Landstraße in Richtung Vonhausen fuhren wir über mehr oder weniger ausgebaute Feldwege. Zu vieler Überraschung erreichten wir direkt einen kleinen schönen Festplatz am Ortsrand von Vonhausen. Dort hatte die Feuerwehr zum 1. Maifest eingeladen und dies galt auch für uns. Das Fest war nicht überlaufen. Platz, Getränke, Essen und Musik waren reichlich vorhanden.

 

Zunächst sorgte bei unserer Ankunft jedoch ein ganz anderes Ereignis für helle Aufregung.

 

Der Festplatz befand sich auf einer Wiese am Rande eines baumbewachsenden Hanges. Die erstkommenden Schlepper haben sich rückwärtseinparkend am Rande der Wiese in Reihe plaziert. Unser Gast aus Büdesheim hatte jedoch Probleme beim rückwärtseinparken Kupplung und Schaltung richtig zu ordnen und fuhr rückwärts den steilen Abhang hinunter. 

 

Glücklicherweise geschah dies im Zeitlupentempo, so daß keiner zu Schaden gekommen ist. Dafür genoß der „Talfahrer“ die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Festplatzbesucher. Einige Besucher hielten dies für eine „geschickte Übung“ und verlangte natürlich nach mehr.

 

Nach verschiedenen Fehlversuchen konnte zuletzt Martin Schultheiß mit seinem Ferguson den Schlepper in professioneller Darbietung wieder hochziehen.

 

Und noch etwas sorgte für eine freudige Überraschung. Sepp Fischer, Ewald Thomas und der vermißte David Hänel waren wieder aufgetaucht. Sie waren zunächst in Marköbel spontan einer Einladung zu einem „Umtrunk“ gefolgt und hatten dann den Anschluß an unsere Gruppe Maifahrer verloren.

 

Für Gesprächsthemen war somit gesorgt.

 

Gegen 15.30 traten wir wieder die Rückreise a. Nach kurzem Pausenstop im Café Broadway hinter Büdingen fuhren wir größtenteils über Feldwege bis zum Baiersröder-Hof. Von dort ging es dann noch mal zum Abschluß zu einem Vesper und gemütlichen Ausklang zum Wartbaum.

 

Gegen 20.00 Uhr endete unsere anstrengende und äußerst vergnügliche Ausfahrt.

 

Vielen herzlichen Dank den Organisatoren.